swadi.de - Sascha Wolfgang Adrian

Facharbeit: Die Physik des Rudersports PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 28. Februar 2008 um 15:29
I M M A N U E L – K A N T – S C H U L E
R ü s s e l s h e i m

 

Facharbeit

Im Rahmen des Abiturs
aus dem Fachbereich Sport und Physik
über das Thema:


Intro


Die Physik des Rudersports

unter biomechanischen Gesichtspunkten


Verfasser: Sascha Adrian

Referent: Horst Aussenhof

Co-Referent: Rainer Obmann
Fachbereichsleiter: Ulrich Gath

Jahrgang: 13 (Schuljahr 2003/2004)

Datum: 24. März 2004

 

 

 

Vorwort:

Wenn man den Titel meiner Facharbeit „Die Physik des Rudersports“ zum ersten Mal hört, könnte man sich die Frage stellen, inwieweit man sich so intensiv mit diesem Thema befassen kann. Genau mit dem gleichen Problem stand ich vor der Suche nach einem geeigneten Thema.

Mir war völlig klar, dass ich meine Facharbeit meinem alltäglichen Hobby -dem Rudersport- widmen wollte, denn ich betreibe diese faszinierende Sportart seit 1996 leistungsmäßig mit voller Freude und Hingabe. Rudern ist für mich die ideale Sportart. Dieser Sport beinhaltet eine Mischung aus Ästhetik, Kraft und Ausdauer und ist auch Spaß, Begeisterung und Eifer. Die Kombination dieser vollendeten Sportart mit meinen Leistungsfächern Sport und Physik machte das gewählte Thema für mich äußerst reizvoll. Ich konnte somit den Rudersport sowohl aus sportlicher als auch aus physikalischer Sicht ergänzend betrachten und meine bisherigen praktischen Erfahrungen einfließen lassen.

Aber ich muss auch zugeben, dass ich selbst von der Ruder-Physik überrascht war, als ich mich näher mit diesem Thema befasste. Ich erinnere mich an jemanden, welcher das Zusammenspiel zwischen der Kunst und der Physik des Ruderns folgendermaßen beschrieb:

 

 

Art is making the complex look simple.

Science is making the simple look complex.

If this is true, you could say that doing rowing is art,

but understanding rowing is science.

 


Dieses Zitat ist, wie ich finde, sehr gelungene Beschreibung für die kunstvolle Ausführung, trotz der Komplexität der Bewegung. Um die so einfach erscheinende Bewegungsausführung im Rudern etwas differenzierter zu beleuchten, habe ich die folgende Arbeit angefertigt. Nichtsdestotrotz möchte ich den Leser auch an der „Art of rowing“ teilhaben lassen und habe daher dieser Facharbeit eine Multimedia Präsentation beigelegt, welch all das widerspiegeln soll, was das Rudern wirklich ausmacht.

 




Ich hoffe, dass sich mit diesem Thema möglichst viele Menschen – ob jung oder alt – angesprochen fühlen und sich für die Faszination des Rudersports interessieren. Aber auch Sportlern und/oder Ruderinteressierte möchte ich einen kleinen Einblick in die Physik dieser Sportart gewähren. Der Rudersport rückt in unserer „Spaßgesellschaft“ leider immer mehr in den Hintergrund. Traditionsbewusste Sportarten werden von neuen Trendsportarten abgelöst, der „Spaßsport“ tritt anstelle des Vereinssportes. Da ist es kein Wunder, warum der äußerst zeit- und einsatzintensive Rudersport von vielen jungen Leuten abgelehnt wird.

Und dennoch stimmt diese Aussage nur teilweise, denn wenn der so genannte „Deutschlandachter“ den Endlauf in Luzern, bei der WM oder bei Olympia gewinnt, identifiziert sich eine ganze Nation mit diesem Erfolg.

Der Sport, als auch das Vereinsleben, haben eine große Bedeutung in meinem Leben und ich kann dies mit dieser Arbeit nur propagieren. Und genau mit diesem Problem wurde ich auch während meiner Facharbeit immer wieder konfrontiert. Es gibt nur sehr wenige wissenschaftliche Abhandlungen über die Physik des Rudersports. Von Seiten des Deutschen Ruderverbandes und der Landestrainern erhielt ich zum Teil nicht die gewünschte Unterstützung, die ich mir erhofft hatte. Natürlich liegt das Problem der Wissensoffenbarung auch bei der fehlenden Nachfrage, dennoch wird die Öffentlichkeitsarbeit im Rudersport nicht gefördert wenn die Trainer und Vereine ihr „eigenes Süppchen kochen“. Und genau an diesem Punkt möchte ich mit dieser Facharbeit anknüpfen und meine Erkenntnisse öffentlich zur Diskussion stellen.

Abschließend möchte ich mich bei meinem langjährigen Lehrer und Betreuer meiner Arbeit Herrn Aussenhof bedanken. Er brachte mich auf die Idee diese Arbeit zu verfassen, da er von meinem Hobby weiß und selbst früher aktiv ruderte. Weiterhin danke ich Uwe Bender für die Bereitstellung von Messbootdaten und Henning Lippke für die Hilfestellungen bei einigen physikalischen Problemen.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Lesen und hoffe Ihnen hiermit einige Aspekte des Rudersports näher bringen zu dürfen.

Sascha Adrian

Rüsselsheim, 24. März 2004

 

 

pdfDownload: Facharbeit "Physik des Rudersports unter biomechanischen Gesichtspunkten" als pdf-Datei (1 MB)

 

 

 

Film: Faszination Rudern

Aktualisiert ( Montag, 05. Oktober 2009 um 18:10 )
 
Kommentare (1)
1 Mittwoch, 10. September 2008 um 22:10
Lutz Redlinger
Hallo Sascha,
ich betreue die Webseite des RC Tegel Berlin. Da sich die Zeiten geändert haben und es immer schwerer wird neue Mitglieder zu werben, habe ich begonnen mehr Infos z.B. zunächst über eine Flash-Animation auf unserer Webseite zu platzieren. Nun habe ich den tollen musikalisch begleiteten Videoschnitt neben Deiner Facharbeit gefunden und bin begeistert. Das Video ist toll zusammengestellt und ist durchaus etwas, was wir auf unserer Webseite gebrauchen könnten (zumal ja auch noch eine Ruderin von uns aus dem WM-Frauenachter dabei ist). Die Frage ist nun, ob wir ggf. diesen Film auf unserer Webseite verlinken könnten - falls ja, wäre es natürlich toll, dies auf einen Frame bei uns einbauen zu können. Allerdings will ich nicht, dass unsere Besucher außer ggf. einen Adobe Flash-Player noch andere Player installieren müssen. Wenn, sollte es damit ausreichen.
Es wäre schön von Dir mal etwas zu hören, ob wir da eine Chance haben.
Gruss aus Berlin
Lutz (l.redlinger@rctegel.de)

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