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Donnerstag, 06. März 2008 um 13:04 |
Die Wintersaison kam auch letztes Jahr für uns unaufhaltsam näher und das obligatorische Krafttraining und Ergo Fahren stand auf dem Programm. Es wurden auch gleich mehrere Ergo Tests über 2000m und 6000m Länge festgelegt mit dem Ziel eine Grundlage für die spätere Partnerwahl zu legen.
Verstärkt wurden wir im Winter durch Zuwachs aus Mainz. Sven Hartenbach, ehemaliger Mainz Kastel Ruderer, wechselte mit seinem Trainer Udo Hild nach Rüsselsheim. Dies kam Dominic und mir äußerst gelegen. Unser bisheriges Training bestrand mehr auf Selbstorganisation, was für eine erfolgreiche Saison keine gute Grundlage bildete. Nochmals Danke an Harald, der uns in dieser Zeit hin und wieder unterstütze.
Doch die neue Truppe brachte wieder frischen Wind in den Verein und somit wurde das quälende Wintertraining durch harte und meist lustige Trainingseinheiten überbrückt.
Unser erster Wettkampf nach dem Wintertraining stellte der traditionelle Gerbermühllauf am Frankfurter Mainufer dar. Dort konnten wir unser Training auf die Probe stellen und uns mit anderen Ruderern aus der Region messen, wonach wir uns lange sehnten. In einem starken Feld lief ich die, einem ewig vorkommende, Strecke von 5000m als zweitschnellster mit einer Zeit von 20:12,95 Minuten durchs Ziel. Ich musste meinen alljährlichen Laufpartner Dominic doch vor mir über die Ziellinie laufen lassen, wobei ich mich mit einem Start in einer niedrigeren Altersklasse noch mal geschickt aus der Affäre gezogen hatte.
Doch dieser Lauf erweckte bei uns ein regelrechtes Lauffieber und fanden wir komischerweise auf einmal Gefallen an dem früher doch so verhassten Laufsport. Gemeinsam motivierten wir uns und setzten uns als Ziel, im aktuellen Jahr an einem Marathon mitzulaufen. Was einem eben manchmal so für absonderliche Gedanken während dem Training im Kopf rumschwirren.
So langsam kam dann auch wieder die Zeit des Rudertrainings auf dem Wasser und uns wurde so langsam wieder klar, für was wir eigentlich den ganzen Winter trainierten. Am 30. März 2003 besuchten wir dann auch gleich den ersten Langstreckentest in diesem Jahr. Hier galt es die gezeigten Ergoleistungen auch auf die Wasserarbeit zu übertragen. Ich konnte mich mit einer Zeit von 25:08min und einer überraschend konstanten Zwischenzeit von genau 12:34min den 8. Platz von 18 Booten belegen. Mein Ruderpartner Sven Hartenbach pflegte es, seiner Aufgabe als Gruppen Stimmungsmacher wieder einmal gerecht zu werden und kenterte 100m vor dem Ziel. Das sorgte natürlich mal wieder als Gesprächsstoff Nummer Eins. Jedoch trotzdem schade, da er mit einer hochgerechneten Zeit fast gleich mit mir stand.
In den Osterferien fuhren wir für 1 Woche ins Trainingslager nach Erlangen, um uns den letzten Feinschliff für die kommende Saison zu verpassen. Somit standen 2-mal täglich Training auf dem Trainingsplan – unter der Führung von Udo Hild natürlich nicht unter 16km. Die Abwechselung des Wetters war in dieser einen Woche überwältigend. Diese Palette reichte von Sonnenschein und Regen über starken Wind bis hin zu Hagel und einem Schneesturm bei Temperaturen jenseits der Null Grad. Der Spruch: „Härte ist Trumpf“ wurde zum Leitmotiv des Trainingslagers.
Das Training machte sich auf den kommenden Regatten in Münster/Bamberg und Gießen bezahlt. Mit insgesamt 19 Siegen von Udo Hild, Sven Hartenbach und mir zahlten sich alle aufgebrachten Mühen aus und wir konnten uns mit gutem Gewissen dem diesjährigen Höhepunkt der Saison stellen – der Hessenmeisterschaft in Eschwege...
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Aktualisiert ( Donnerstag, 06. März 2008 um 13:16 )
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