swadi.de - Sascha Wolfgang Adrian

Stadtachter bzw. Operation “Downunder” PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 06. März 2008 um 13:21
Downunder1Es gibt verschiedene Versionen über diesen Sonntag, bzw. den Ablauf des 1. Internationalen Stadtachter von Mainz. Aber der Reihe nach: Nach div. Trainingseinheiten hat sich ein Kernteam in der Bootsbesetzung: Stfr. Melanie Berger, (1) Michael Schindler, (2) Wolfgang Adrian, (3) Lars Kerkmann, (4) Benny Michel, (5) Steffen Zwiener, (6) Sascha Adrian. (7) Sven Hartenbach, (8) Udo Hild –Coach und Schlagmann- herausgebildet, das am 1. Intern. Stadtachter über 1000m teilnehmen sollte. Bereits samstags wurde der Achter nach Mainz gerudert, um Zeitdruck durch Schleusen in Kostheim am Sonntag zu vermeiden. Die Auslosung der Startbahnen ergab, Wiesbaden auf 1 und damit das Rheinufer von Mainz, in der Mitte Rüsselsheim und Mainz Strommitte. Es sollte ein fliegender Start erfolgen zwischen den mittleren Brückenpfeilern unter der Eisenbahnbrücke. Soweit die Theorie. Als erstes Boot legte Rüsselsheim ab, ruderte Richtung Weisenau und wartete auf die anderen Boote, die offensichtlich eine andere Anweisung erhalten haben. Die Strommitte war mittlerweile durch ein Motorschiff belegt, so dass kurzerhand der Start Richtung Ufernähe verschoben wurde. Nur Schade, dass uns diese Info nicht durch das Schiedsrichterboot oder auch Kameraboot aus Mainz mitgeteilt wurde. Das Boot aus Wiesbaden wartete (bereits mit 1 Länge Vorsprung vor Mainz) unterhalb der Eisenbahnbrücke auf den Start des Rennens. Noch in der Startvorbereitung (zwischenzeitlich war für uns nur noch die Außenbahn frei, da Mainz sich auf die mittlere Bahn gelegt hatte) und darüber hinaus noch eine Bootslänge hinter Mainz, erfolgte der Start durch den Schiedsrichter des MRV. Warum der Schiedsrichter nicht warten konnte, bis die Boote eine Höhe erreicht hatten und ausgerichtet waren, bleibt dessen Geheimnis, oder war das Boot aus Rüsselsheim für Mainz (zum Teil mit Weltmeisterbesetzung) zu stark besetzt? Bei 500m hatten wir bereits das Boot aus Wiesbaden eingeholt und lagen sicher auf dem 2. Platz. Mit Mainz konnten wir den bereits am Start verlorenen Rückstand von einer Länge halten, oder anders ausgedrückt konnte Mainz keinen Vorsprung herausrudern bis ….

Und nun das Finale:
Frage: Was macht ein Boot der Wasserschutzpolizei, wenn es merkt, dass es auf Kollisionskurs mit einem Achter liegt ?

Antwort:
Downunder2Schnell weg hier! D.h. natürlich viel Gas geben und damit es jeder merkt große Wellen werfen. Die erste Welle schwappte über Melanie, Michael und Wolfgang und setzte das Boot doch merklich unter Wasser, bis uns die zweite Welle das Vorderboot gänzlich unter Wasser drückte. Nächstes Kommando: Alles aussteigen! Udo war der letzte, der merkte, was passiert ist. Noch halbtrocken und sich wundernd, dass keiner mehr an Rudern dachte, schwimmen bereits die ersten Ruderer im lauwarmen Rheinwasser an ihm vorbei und haben das sinkende Schiff verlassen. Wie auf der Titanic, geht der Kapitän als letzter vom Schiff. Von der DLRG sind wir dann in einer halbstündigen Spazierfahrt mit Boot und ohne weitere Ausfälle an den Steg des MRV vor Tausenden von Zuschauern vor dem Rathaus und Fort-Malakoff zurückgefahren worden. Zum Glück hat ein Freund von Lars diese wunderschönen Bilder festhalten können und uns zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle für das Festhalten der Szenen bei diesem einmaligen Erlebnis.

Das einzig Positive:
Wir hatten ein Outdoor-Erlebnis-Rudersonntag, das man so nicht buchen kann und endlich eine Story im Achter, die noch Jahre am Stammtisch für Schmunzeln, Spaß und Ärgernis sorgt.

Ansonsten bleibt jedoch eine Menge Frust über die "fairen" Rahmenbedingungen dieser vom MRV organisierten Veranstaltung.

Das Achterteam des RRK
Aktualisiert ( Donnerstag, 06. März 2008 um 14:41 )
 

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