Für die Ruder-WM nominiert

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Querschnittsgelähmter RRK-Skuller Sascha Adrian startet in Eton

Aus „Main-Spitze“ vom 19.08.2006

sl/red. – Lediglich 15 Monate nach einem schweren Verkehrsunfall mit seinem Motorroller, der zu seiner Querschnittslähmung geführt hat, wurde Sascha Adrian vom Rüsselsheimer Ruder-Klub (RRK) für die Ruderweltmeisterschaften nominiert, die von diesem Sonntag bis zum 27. August auf dem Dorney Lake in Eton (Großbritannien) ausgetragen werden. Adrian startet im Festsitzeiner (AM1x). Der Rüsselsheimer vertritt bei diesen Titelkämpfen als einziger Teilnehmer die Farben des Deutschen Ruderverbandes im Bereich Handicaprudern.

Adrian, der sich Mitte Juli in Berlin mit souveränen Siegen bei Ausscheidungsrennen über 500 und 1000 Meter qualifiziert hatte, verfolgt bereits bei dieser Weltmeisterschaft große Ziele. Er hat sich das Erreichen des A-Finales am 27. August und damit den Sprung unter die besten Sechs vorgenommen. An den Gewinn einer Medaille denkt der Rüsselsheimer, der nach seinem Unfall erstmals wieder an Ostern im Boot saß, noch nicht. Dafür ist sein Trainingsrückstand noch zu groß. Aber Adrians Planungen gehen weiter. Er möchte bei der Weltmeisterschaft 2007 in München und den Paralympics 2008 in Peking zu den besten Ruderern gehören.

In Eton ist der Rüsselsheimer erstmals in den Vorläufen am 25. August gefordert, in denen er die direkte Finalqualifikation anstrebt. Eine weitere Chance gibt es tags darauf, wenn die Hoffnungsläufe ausgetragen werden.